Presse-Information Uni Freiburg
05.07.2004


Freiburger Universität wieder Weltmeister beim RoboCup

Bei den Robotik-Wettkämpfen "RoboCup 2004", bei denen rund 150 universitäre Teams aus aller Welt antraten und die parallel zur Fußball-EM in Lissabon stattfanden, wurde die Universität Freiburg mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Das "NimbRo" Team der DFG-Nachwuchsgruppe "Humanoide Roboter" (Leiter: Dr. Sven Behnke) erkämpfte sich bei dem Freestyle-Demonstrationswettbewerb für humanoide Roboters den 3. Platz, und dies, obwohl die Nachwuchsgruppe erst seit Januar 2004 existiert. Außerdem räumte das Team "ResQ Freiburg" des Lehrstuhls für Grundlagen der Künstlichen Intelligenz (Leiter: Prof. Dr. Bernhard Nebel) bei "RoboCup Rescue" gleich zwei Preise ab. Bei diesem Wettbewerb geht es um simulierte Katastropheneinsätze, bei denen in einer Softwaresimulation Gruppen autonomen Agenten Menschleben retten, Feuer löschen und Straßen frei räumen müssen. Die Freiburger zeigten, dass ihre Agentengruppen dies besser als die der anderen 18 angetretenen internationalen Teams konnten und wurde Weltmeister in diesem Wettbewerb. Damit konnten Teams der Albert-Ludwigs-Universität nach Siegen in den Jahren 1998, 2000 und 2001 bei den fußballspielenden Robotern das vierte Mal einen Weltmeisterschaftstitel von den jährlich stattfindenden RoboCup-Wettbewerben mit nach Hause bringen. Schließlich wurde das Team auch noch mit dem "Infrastruktur"-Preis ausgezeichnet, der für die Erstellung eines innovativen Feuersimulators und eines 3D-Visualiserungswerkzeugs vergeben wurde. Beide Werkzeuge werden in den kommenden Wettbewerben eingesetzt werden.

Insgesamt war die Bilanz für die deutschen Teams, die in drei verschiedenen Wettbewerben die Weltmeister stellten, und auch noch eine ganze Reihe von zweiten und dritten Plätzen erringen konnten, sehr überzeugend. Die deutschen Robotik- und KI-Forscher, die sich an diesen Wettbewerben beteiligen, sehen auch aus diesem Grund dem Jahr 2006, in dem der RoboCup-Wettbwerb in Deutschland ausgetragen werden wird, mit viel Selbstbewusstsein und Gelassenheit entgegen.




Kontakt:

Prof. Bernhard Nebel
Institut für Informatik
Tel. 0761/203-8221
e-mail: nebel@informatik.uni-freiburg.de

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